|
Göttingen-Südkirchen
Route 1: Datum: 12.5.2012 ¦ Startzeit: # Uhr ¦ Fahrtzeit netto: #h #min ¦ Distanz: 222 km ¦ AveSpeed: # km/h ¦ Höhenmeter: #
Im Januar 2012 kam die Rolle und das Rollentraining. Im April und Mai 2012 dann die ersten beiden Ausfahren von ca.
50 km und dann, am 12.05.2012, der Riesensprung: 222 km.
Fortsetzung folgt.
_________________________________________________________________________________________
Route 1: Datum: 29.4.2012 ¦ Startzeit: # Uhr ¦ Fahrtzeit netto: #h #min ¦ Distanz: 222 km ¦ AveSpeed: # km/h ¦ Höhenmeter: #
Bericht folgt in Kürze!
_________________________________________________________________________________________
Route 2: Datum: 2.3.2012 ¦ Startzeit: 13:32 Uhr ¦ Fahrtzeit netto: 8h 39min ¦ Distanz: 222 km ¦ AveSpeed: 25,7 km/h ¦ Höhenmeter: 1.750
Bericht folgt in Kürze!
_________________________________________________________________________________________
Route 1: Datum: 29.4.2010 ¦ Startzeit: 17:08 Uhr ¦ Fahrtzeit netto: 8h 25min ¦ Distanz: 225,4 km ¦ AveSpeed: 26,8 km/h ¦ Höhenmeter: 1.225 ¦ Wind: O
Asphaltgrauer Vorgeschmack. Bereits nach einer halben Stunde stellen sich die ersten Schmerzen im unteren Rücken und Nacken ein, die sonst erst immer bei Bad Driburg in etwa eintreten. Entgegen aller Vorplanung haben wir uns entschieden, noch am späten Nachmittag aufzubrechen. Nicht dran gedacht, aber leider zunächst voll im Feierabendverkehr unterwegs gewesen und in Göttingen war dann auch schon der erste Bus auf dieser Tour, der uns wegzudrängen gedachte.
Nach Beverungen wird die Verkehrslage ein wenig ruhiger und auch die Abendsonne stellt sich ein. Wir decken uns beim Bäcker mit Futter ein, da wir noch nicht wissen, ob wir noch geöffnete Verpflegungsstellen vorfinden werden. Ein weiterer Kunde zollt uns mehr oder weniger Respekt, faselt dann aber was von "er sei früher auch Rennrad gefahren und habe ja ein Rennrad von 2,5 kg besessen." Wir murmeln was von "kost dann aber auch 30.000" und fahren weiter, klettern dann den letzten Berg nach Bad Driburg hoch und rollen nach Paderborn. Dort zum Glück die rettende Tankstelle. Per Nachtschalter verpflegen wir uns ein weiteres Mal.
Die nächsten 33 km nach Lippstadt fliegen wir zeitgemäß und - schwups - gibts die nächste ausgedehnte Pause an einer 24 Stunden-Tankstelle. Es ist bereits stockdunkel und Müdigkeit stellt sich ein. Ein leckerer Kuchen und Kaffee hilft uns wieder auf die Beine. Wir denken an Ahlen, was noch vor uns liegt und haben irgendwie nicht so richtig Lust. Wir schwingen uns alsbald dann doch wieder in die Sättel. Der Tankwart wünscht noch gute Fahrt.
Kurz vor Ahlen dann doch: Regen. Ganz entsprechend den Wetterprognosen. Und wir dachten schon, wir kämen ganz gut und trocken davon. Da es nur nieselt, beschließen wir bis Ahlen schnell weiter zu fahren und erst an der Tankstelle auf Regenjacke umzurüsten. Von einer Sekunde auf die andere platzt der Regen jedoch förmlich runter. Wir müssen schnellsten nothalten und vorzeitig umrüsten. Bereits die 2 Minuten in diesem Regen haben uns beinahe völlig durchnässt. Zum Glück ist es warm und der Weg nicht mehr weit. Wir fahren in Ahlen ein. Ich verweigere Guido unser obligatorisches Frikadellenbrötchen an der Tankstelle. Ich will nur endlich ankommen. Nässe und Dunkelheit machen die Weiterfahrt schwierig. Es hört jedoch zum Glück wieder auf zu regnen und wir trocken wieder vollständig.
Etwa 15 km vor Südkirchen fängt es jedoch wieder an zu regnen. Die Wetterlage spitzt sich bis kurz vor Südkirchen weiter zu. Aus Nieselregen wird strömender Regen, stürmische Winde peitschen von vorn und Blitze zucken in unmittelbarer Nähe. Auf der letzten Geraden kommt es dann zum Höhepunkt. Ich habe das Gefühl, gar nicht mehr vorwärts zu kommen. Die psychische Verfassung ist bei mir zu diesem Zeitpunkt schon längst nicht mehr die beste. All die Schmerzen an Nacken, Händen, Rücken und Po spielen schon längst keine Rolle mehr. Wir fahren irgendwie durch dieses noch nie auf dem Rad erlebte Unwetter. Endlich! Das Ortseingangsschild. Diesmal kein Zielfoto, denn wir wollen einfach nur ins Trockene.
Ankommen vorm Haus. Es ist 4 Uhr morgens. Ein wenig später als geplant aber wir empfinden Erleichterung pur. Darauf erstmal ein Bierchen ... auch um irgendwie zu verstehen, warum der Regen auf den Punkt genau mit unserer Ankunft aufhört und der Himmel aufklart.
Wir müssen erstmal resümieren sowie psychisch und physisch herunterfahren. So kommt es, dass wir 7 Uhr noch immer da sitzen und dem Rest der Familie, der aus dem Bett gekrochen kommt, um auf Arbeit zu gehen, noch Guten Morgen sagen können. Früh morgens um 8 Uhr gings dann ins wohlverdiente Bettchen ...
Fazit:
Eine Dämmerungs- bzw. Nachtfahrt ist nach Südkirchen auf jeden Fall lohnenswert und machbar. Verpflegungsstellen haben geöffnet und die Straßen sind bei Nacht quasi nicht befahren.
_________________________________________________________________________________________
Route 2: Datum: 13.1.2008 ¦ Startzeit: 9:24 Uhr ¦ Fahrtzeit netto: 9h 00min ¦ Distanz: 225 km ¦ AveSpeed: 25,6 km/h ¦ Höhenmeter: 1.515
Eine Radtour bei winterlicher Wärme. Auf jeden Fall sind die Getränke nicht gefroren und die Temperaturen haben uns dazu veranlasst, die Pausen nicht allzu lang zu ziehen. Glatt ist es zudem auch nicht und die Sonnenscheindauer ist länger als vorhergesagt, quasi den ganzen tollen Tag lang.
An sich ist die Strecke eine der schönsten. Charakterisiert durch ruhige Straßen und einem quasi letzten steilen Anstieg bei Bad Driburg macht die erste Hälfte der Strecke richtig Laune. Da kann uns diesmal nicht einmal unser Synchronsturz bei Kilometer 64 die Laune verderben. Überfrierende Nässe in einer schnell zu fahrenden Kurve und wir haben uns da nur wie Schnecken in die Kurve gelegt ... dennoch riss es uns den Boden unter den Rädern weg. Während meines Sturzes (ich fahre hinter Guido) sehe ich, wie Guido das gleiche wiederfährt. Ich kann regelrecht beobachten, welche Flugkurve ich nehme, indem ich Guido beim Fallen zusehe. Eine Choreografie ohne Gleichen! Fehlt mir hinterher nichts, bin ich nur froh, dass ich ordentlich mit dem Lenker gebremst habe, denn der ist aus Alu und mir am Rad das ungeliebteste.
Jedoch wundere ich mich noch heute, wie Guido die Verletzungen an Arm und Bein zustande gebracht hat. Ist das die Art eines Mannes zu fallen? Ich weiß es nicht, finde es aber ziemlich übertrieben für so einen lahmarschigen Sturz. Selbst die Jacke und das Trikot sowie die Hose sind durchgewetzt!
Wir versuchen, irgendwie aufzustehen (die Straße gleicht einer Eisbahn) und räumen erst einmal alles von der Straße, schießen Beweisfotos und lachen uns über sowas Blödes kaputt. Wie bescheuert aber auch!
Ab Lippstadt heißt es dann für uns, die Lichter ans Rad zu basteln. Während Guido mit seiner Funzel versucht, was auf der Straße zu erkennen, richte ich mein Vorderlicht auf Guidos Hinterrad, um ihm nicht reinzufahren. Eine kleine Rücklichtfunzel, dass uns auch alle sehen! ... ! Ein bisschen mulmig ist mir schon zumute und es wird vor allem auch anstrengend mit der Zeit. Entgegenkommende Autos bewirken, dass man für kurze Zeit quasi gar nichts mehr sehen kann. Hinzu kommt die permanente Konzentration auf die eigene Funzel, als einzig kleiner Lichtfleck in der Nacht. Zudem wird es immer kälter. Wir können uns dieses mal nicht einmal mehr für ein Ortseingangsschildfoto in Südkirchen überwinden, sondern sind einfach nur froh, endlich angekommen zu sein.
Noch eine kleine Anmerkung für die nächste Tour: Nachdem wir bis jetzt immer durch Paderborn, Lippstadt und Ahlen gefahren sind, wollen wir dies in naher Zukunft versuchen, zu umfahren. Paderborn wird auf jeden Fall gemieden werden. Wir werden berichten. Es ist übrigens ein schönes Gefühl, schon im Januar so viele Kilometer stehen zu haben! :-)
In Südkirchen hat Guidos Mum am nächsten Tag sofort die Sachen von Guido genäht ... Egal, wo wir hinfahren, wir sind irgendwie immer richtig gut aufgehoben. Währenddessen Guido ganz gemütlich sein Rad in ein Mietauto packen kann und zur Arbeit fährt, muss ich mich gleich in aller Herrgottsfrüh mit dem Zug auf den Weg zurück nach Göttingen machen, die Uni ruft. Aber die Radtour war diese Mühen wert.
_________________________________________________________________________________________
Route 3: Datum: 25.7.2007 ¦ Startzeit: 7:27 Uhr ¦ Fahrtzeit netto: 9h 13min ¦ Distanz: 223 km ¦ AveSpeed: 26 km/h ¦ Höhenmeter: 1.430
Und wieder wünsche ich mir, dass Guidos Eltern in Ahlen wohnen ... die letzten 20 km sind immer nochmal richtig schwer.
Nach entspanntem Frühstück geht es halb 8 Uhr morgens los. Herrlichstes Wetter und wärmste Temperaturen erwarten uns bereits. Einzig der Gegenwind macht uns diesmal zu schaffen. Darum müssen wir in Warburg auch erstmal ein bisschen Windschutz suchen und dies als außergewöhnliche Pause nutzen. Wirkt das fast ein wenig zu touristisch, schieben wir uns dabei auch noch einen richtig leckeren Schokokuchen rein :-P. Radsportdoping der etwas anderen Art.
_________________________________________________________________________________________
Route 1: Datum: 2.6.2007 ¦ Startzeit: 8:24 Uhr ¦ Fahrtzeit netto: 8h 27min ¦ Distanz: 222 km ¦ AveSpeed: 26,2 km/h ¦ Höhenmeter: 1.100
Meine erste richtig lange Tour. Das Längste davor lag schon Jahre zurück und betrug gerade mal 120 km. Und weil alles so schön schmerzt, kann ich auf den letzten 50 km auch nur noch aufrecht sitzen, was nicht unbedingt der Aerodynamik dient und Windschatten (ich bin völlig im A...) ist somit auch nicht mehr möglich. Auch wenn es hier nicht so aussieht: Ich habe es dennoch geschafft und bin überglücklich und unsagbar stolz, in Südkirchen zu landen.
( |