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Rad am Ring - Eine Kurzcharakteristika aus der Sicht eines 24 Stunden Einzelfahrers

 

 

Nach dem Start auf Höhe des Fahrerlagers fährst du zunächst durch die eigens für das Event angelegte "Parzellenstadt", die von Jahr zu Jahr variieren kann. Charakteristisch jedoch kurvenreich und grundsätzlich einmal kurz über den Grandprix-Kurs fährst du letztlich direkt am Fahrerlager vorbei, um dich dann hinaus in die Grüne Hölle zu wagen.
Auf den nachfolgenden ersten paar Kilometern wirst du sogleich die ersten 50 hm bewältigen, um sodann die nachfolgendene Abfahrt mit Gefälle von bis zu 10 % zu genießen. Mit Schwung und Kraft schwingst du dich anschließend über den FLUGPLATZ (30 hm), um sogleich - und leider schon sehr, sehr früh - die beste Abfahrt überhaupt hinunterzujagen, die FUCHSRÖHRE. Mein Spitzenwert liegt bei 79 kmh, die 100 kmh bleibt wohl den Männern vorbehalten. Wenn du dich in Aero-Position begibst, kannst du die Kompression im Nacken spüren und die am schnellsten Punkt stehende Geschwindigkeitsmessung anpeilen.
Es rollt sich danach aus, und du kannst noch ordentlich Geschwindigkeit durch die nachfolgenden Schikanen mitnehmen, und, wenn dir durch die Kompression schlecht geworden ist, hast du hier genug Zeit, dies wieder auszukurieren.
Es folgt eine weitere, kurvige, Abfahrt bis nach BREITSCHEID - dem tiefsten Punkt der Strecke.
Hernach ist der Spaß erstmal vorbei.


BERGWERK und KESSELCHEN: Du fährst jetzt erst einmal auf gerader Strecke 5 km lang ca. 300 hm bergauf. Das macht bei brütender Hitze besonders Spaß, zumal der Startzeitpunkt in der Mittagszeit liegt und es keinerlei Schatten auf diesem Streckenabschnitt gibt.
Hier finden sich zumeist Gruppen zusammen und es werden Freuden und Leid ausgetauscht. Wenn du doch lieber schweigen magst und die Strecke genießen möchtest, kannst du den Blick auch in aller Ruh nach links und rechts schweifen lassen. Insbesondere am zweiten Renntag kannst du hier regelmäßig das Elend auf dem Grünstreifen erblicken, was dir wiederum bewusst werden lässt, dass es dir nicht allein dreckig geht und - vor allem - dir immerhin noch besser, als denen da.

 

Da liegen Sie oder sitzen mit dem Rücken an die Leitplanke gelehnt im Schatten. Manche hocken gar wie Hunde im Gras - denen geht es aber scheinbar dann auch echt dreckig.

 

Du pedalierst still dran vorbei, hin und wieder fragst du vielleicht schonmal nach, wenn sich einer wirklich auffällig verhält, ob alles in Ordnung ist - aber keiner wird dir da die Wahrheit antworten.

 

Im sich anschließenden KARUSSELL kannst du dich erst einmal ausruhen. In den ersten Runden noch fährst du oben und lässt die Schnellen und Distanzrennfahrer unten langpreschen.
Alsbald beginnt es auch wieder, leicht anzusteigen. Du preparierst dich und nimmst schonmal die Hände an die Schalthebel und sammelst deine Gedanken. Frage dich nur bloß nicht, warum du dir das antust, denn das wäre genau der falsche Zeitpunkt.
Dann folgt die letzte Kurve - es geht zwischenzeitlich schon ein wenig steiler hoch - und da siehst du sie: die HOHE ACHT. Respekt macht sich breit. Du wirst auch noch weiter runterschalten müssen. Du siehst, wie viele da schieben. Du siehst aber auch das Ziel. Es ist also nicht weit. Verdammt! Das heißt aber, dass es ganz schön steil sein muss. Mit Steigungen von bis zu 17 % heißt es jetzt nur, die Reserven auszupacken und verdammt nochmal da hoch zu kommen. Eine Umdrehung pro Sekunde, und damit fährst du noch gut. Die Geschwindigkeit wird einstellig, die Oberschenkel brennen wie Feuer. Trotz der geringen Geschwindigkeiten fährst du hier sehr schnell auf den Vordermann auf, weil der plötzlicht nicht mehr kann. Augen auf und Abstand halten. Die Hohe Acht zwingt viele in die Knie und die sind dann nur froh, wenn sie noch ausklicken können, um nicht umzufallen.

 

Dann hast du es geschafft. Du bist oben! Hier könntest du erst einmal anhalten. Verschnaufen, was sehr, sehr viele machen. Aber du fährst weiter. Es folgen schließlich schnelle Kurven bergab und du brauchst Kühlung.

Wenn du noch Kraft hast kannst du die Wellen in BRÜNNCHEN und SCHWALBENSCHWANZ gut rüberdrücken. Den Ansporn erhälst du von den Zuschauern, die oben am Streckenrand in ihren Campingstühlen sitzen und den Fotografen, die in den Kurven auf dich warten.

Es folgt eine vorletzte, kurze Steigung, um dann auf die DÖTTINGER HÖHE zu fahren. Hier musst du zusehen, dass du eine Gruppe findest. Leicht ansteigend und meist mit Gegenwind kann diese Gerade sehr an deinen Kräften zehren. Frischen Wind bringen die Mountainbiker, die im letzten Teil der Döttinger Höhe auf dieselbe auffahren.
Am Ende folgt ein letzter kurzer, aber knackiger Anstieg, hernach dann auch schon die Zielgerade und der Spaß beginnt von vorn.

 

 

Und das tolle an der Nordschleife ist auch: Du brauchst auf trockener Strecke nicht mal bremsen, wenn du die Ideallinie kennst, und, um die rauszufinden, hast du ja 24 Stunden lang Zeit.

 

 

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Erfahrungsberichte unserer bisherigen Teilnahmen:

 

2012

 

Es ist noch Zeit, aber Guido rekrutiert fleißig Ersttäter, die sich sonst bisher nur mit dem Auto (reell und virtuell) durch die Hölle wagten. Das wird ein Fest!

 

 

2011

 

In diesem Jahr sollte irgendwie alles anders laufen. Nicht gut!
Sascha muss leider frühzeitig seine Teilnahme aus Prioritätsgründen, die mir bis heute nicht gewahr wurden, absagen. Um nicht ganz auf den Kosten zu zweit sitzen zu bleiben, holten wir uns noch Martin ins Boot, der sich nach einer Flasche Wein nicht lange bitten lassen musste. (Die Anmeldung hat er noch am gleichen Abend nach besagter Flasche selbst durchgeführt.)

 

Kein Training! (Verdammt!) Aber es war keine Zeit! (Ehrlich!).

Wir haben es aber sportlich gesehen und wollte unsere Teilnahme nur aus trainingstechnischen Gründen nicht absagen. Sabine und Jochen waren wieder sehr gerne unser allerbester Support. Wir hatten richtig das Gefühl, dass es Ihnen dieses Jahr noch mehr Spaß gemacht hat. Die Einfahrt ging richtig flott und so konnten wir frühzeitig unser Lager aufschlagen. Nachdem alles ausgepackt war, haben wir den Abend eingeleitet, der leider zu gemütlich und zu lang war ... da fing vielleicht schon alles an.

 

Der Tag des Rennens. Geweckt von den Läuferscharen schauten wir betröppelt aus der Dachluke unseres Wohnmobils und sahen uns kurze Zeit später ein wenig gezwungen, auch aufzustehen, obwohl es noch 4 Stunden bis zum Start waren. Naja, was solls!

Meine Euphorie vom Vorabend ist verschwunden, ich merke schon gewisse Demotivation, die vielleicht auch darauf gründet, dass ich eigentlich ganz genau weiß, was auf mich zukommt und was ich in diesem Jahr nicht als Vorbereitung gefahren bin. Ich rede mir ein, stark zu sein.
Noch 20 Minuten bis zum Startschuss der ersten Kurzdistanzrennen. Wir sind im Grunde fertig und wollen unsere Räder schnappen. Doch ein leises "Pfft" stellt sich uns in den Weg. Guidos Vorderrad verliert Luft. Wie automatisiert und ja förmlich eingespielt, weiß jeder sofort, seine Rolle einzunehmen (Guido baut aus, ich kümmere mich um Werkzeug und Ersatzschlauch und Dominik, ein Triathlet und Freund von Martin hilft beim Wechsel, ach ja, und Martin schießt die Fotos)und so haben wir den Schlauch extrem kurze Zeit später gewechselt, aufgepumpt und das Laufrad eingesetzt. Kurz danach pfeifen auch schon die ersten Rennfahrer an uns vorbei. Uiuiui .. es geht los, wir müssen wohl auch mal langsam zum Start. Während wir versuchen, uns auf den Curbs und Grünstreifen zum Start zu winden, starten immer mehr Gruppen. Als wir uns einreihen, geht es auch schon los. Was war das denn? Naja!

 

Wir hatten beschlossen, die erste Runde gemeinsam zu fahren. Blöde Sache! Martin - der im Übrigen trainiert hat und als "Ersti" voller Endorphine steckt, und Guido, der halt aus guten Gründen auch besser fährt als ich, mögen die Runde ja unter einer Stunde schrubben. Mmh...da wir ja zusammenfahren wollten, hab ich das zwar letztlich auch irgendwie geschafft. Aber was ich zwischendurch erlebte, war nicht schön. Ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht, was hier eigentlich grad abläuft und dass das für die erste Runde nicht gut ist (Körner aufheben, nicht wahr?). Bei Kesselchen und Klostertal beschleicht mich dann doch langsam der Gedanke, vielleicht ein wenig kürzer zu treten, versuche aber weiterhin, den Abstand zu den Jungs nicht allzu groß werden zu lassen. Kurz Verschnaufen im Karussel und dann die Hohe Acht! DIE WAND! Alles wird plötzlich einfach nur unbequem und eng. DER Brustgurt muss ab! Irgendwie! Verdammt, geht nicht! Und dann diese Hitze! Grad wird mir zunehmend alles egal. Ich könnt heulen! Guido sieht, dass ich irgendwie rumwurschtel und will mir helfen. Das engt mich noch mehr ein. Ich kann nicht mehr. Der Gurt geht im Fahren einfach nicht ab. Ich steh kurz vorm hyperventilieren, krieg Panik und muss dann erstmal oben auf der Hohen Acht irgendwie ganz furchtbar schnell anhalten. Selbst dann hat es noch eine ewig lange Minute gedauert, bis ich den Gurt abhatte. Alles war wie ausgeblendet. All die Fahrer, der Support .. nichts von mitbekommen. Da ich den Brustgurt sonst einfach nur ins Gras geschmissen hätte, hat Guido ihn für mich eingepackt und wir sind dann weiter gefahren, also die Runde zu ende, "nach Hause" - so zumindest mein Gefühl auf dem Rest der Strecke. Während Martin seiner Freude puren Ausdruck verleiht, Guido um meine Situation weiß, pedalier ich die restliche Runde einfach nur so vor mich hin und versuche, meine Gedanken wieder zu fassen, mich wieder einzukriegen. Auf der Döttinger Höhe dann habe ich mich wieder gefangen und die Tatsache, dass die Runde unter einer Stunde lag trug zu meiner Beruhigung bei, denn die Zeit war ja für mich "ne ziemliche Leistung".


 

Danach ist dann jeder erst einmal für sich seine Runden gefahren. So konnte auch ich meine Regelzeiten von 1h5min bis 1:07min finden.

Nach ich weiß nicht wie viel Runden sind dann auch mal die Endorphine von Martin verbraucht und auch er erkennt allmählich die Grüne Hölle. Auch bei Guido läuft es anfangs noch rund. Ich saß glaub ich schon länger in der Box und stopf einfach nur Essen in mich hinein, im Übrigen ohne Aussicht auf ein sich einstellendess Sättigungsgefühl, da gesellt auch Guido sich zu mir in die Box; und erzählt mir von erheblichen Knieschmerzen und Sitzproblemen. Ehrlich, ich fand das anfangs ganz kurz gut im Sinne von "Juchuh, mir gehts immerhin noch besser!" Doch mit weiterer Schilderung von Guido find ich das ganze gar nicht mehr lustig. Bin eigentlich auch dafür, dass er ggf. aufhören sollte. Wir reden dann nicht wirklich weiter drüber. Zwischendurch handelt sich Guido noch einen Bienenstich unter dem Arm ein, der ihn für die nächsten 3 Minuten noch ein mehr "lahm" legt. Doch plötzlich, aus heiterem Himmel, entschließt er sich, wieder zu fahren. Da war meine Motivation dann endgültig im Eimer. Runtergezogen von Guidos Befinden und dem "Gesundgedanken", mit solchen Schmerzen nicht weiter fahren zu sollen, entschließt er sich glatt für das Gegenteil. Gemäß meiner Natur steig ich dann nicht aufs Rad und zeig, wo's lang geht. Stattdessen habe ich mich - in Kumulation mit der sonstigen fehlenden Freude an dem Rennen in diesem Jahr - weiter in der Box vergraben. Das wars dann. Scheiße!

 

Da der Vorsatz des Durchfahrens auch in diesem Jahr nicht gehalten werden konnte (wie auch ... ohne Training), haben wir uns wieder einmal für ein paar Stunden hingelegt. Am nächsten Tag - ich ging davon aus, dass Guido jetzt wenigstens aufhört auf Grund seiner Schmerzen, fahren Guido und Martin weiter, während ich mich völlig motivationslos und recht übel gelaunt in den nächsten Campingstuhl setze. Guido nimmt zwischenzeitlich Schmerztabletten, um weiter zu fahren, was mich sauer macht. Dominik - der die ganze Zeit Fotos schießt und zusätzlicher Support ist, sollte mir aber eine große Stütze sein. Ich bin dann duschen gegangen habe ihn zum Ende der Döttinger Höhe begleitet. Ich musste mit dieser für mich ungewohnten Situation klar kommen. Als ambitioniert Triathlet hat auch er schon Niederlagen eingesteckt oder gar Teilnahmen kurzfristig absagen müssen.
Das tat gut, zu hören.

 

Die letzten Runden können gefahren werden. Martin nimmt die Chance nicht wahr, noch ein letztes Mal über Start zu fahren und beendet vorzeitig mit 13 gefahrenen Runden - wohlwissend, dass er mehr Runden als Guido in diesem Jahr hat, doch nichtsahnend, dass Guido im letzten Jahr 14 Runden gefahren ist, was er auch nicht mehr erfahren sollte, bis eine weitere Runde unmöglich sein würde für ihn. Ich habe mich zwischenzeitlich mit meiner Situation arrangiert und ziehe mich für eine letzte gemeinsame Runde mit Guido um. Meinen Transponder habe ich hierfür aber abgelegt, denn ich wollte nicht 7 Runden in 24 Stunden stehen haben; dann doch lieber 6 Runden in achteinhalb Stunden.

Im Übrigen war es eine recht interessante Erfahrung, an einem Rennen ohne Transponder teilzunehmen. Ich habe mich richtig "frei" gefühlt.

Es sollte dann doch wenigstens noch eine schöne Zieleinfahrt werden.

 

 

Fazit:
Ich habe noch sehr sehr lange an den Erfahrungen nagen müssen und habe mindestens eine Woche sehr traurig verbracht. Zwischenzeitlich aber bin ich froh, eine solche Niederlage erlebt zu haben. Das macht unglaublich stark und ich freue mich auf meinen Angriff im nächsten Jahr. Im Training stehe ich jedenfalls (und Guido auch, dem seine 11 Runden auch nicht gefallen) schon jetzt.

Fehler sind zum Lernen da und Niederlagen zum stärker werden.

 

 

 

2010

 

In diesem Jahr sind wieder Guido als Einzelfahrer Rennrad, Sascha als Einzelfahrer Mountainbike und auch ich als Einzelfahrerin Rennrad am Start. Das Wetter ist wie im letzten Jahr äußerst hold und sollte dies auch das ganze Rennen über bleiben. Auch die Eltern der Jungs haben sich letztes Jahr von der Atmosphäre anstecken lassen und sind in diesem Jahr als Support für uns da. Der Unterschied zu vorigem Jahr: Wir haben trainiert, Kilometer geschrubbt, wie es unsere Zeit zuließ und das sollte sich auch bezahlt machen. Einzig der Veranstalter war in diesem Jahr nicht in der Lage, das Einfahrtsprozedere aller Teilnehmer gut, zumindest befriedigend, zu organisieren.
Es gab einen Superstau, die Einfahrt dauerte mehrere Stunden und die meisten Teilnehmer sind erst zumeist gegeb Mitternacht auf ihre Parzelle gekommen, was nicht sonderlich erstrebenswert ist, wenn man ein 24 Stunden-Rennen vor sich hat. 
Die Jungs - mit den Erfahrungen aus dem letztem Jahr können sich beide um ein paar Runden verbessern und auch ich erziele eine doch meines Erachtens gelungenen Einstieg mit knapp zweistelliger Rundenzahl.


Der Vorsatz, NICHT zu schlafen konnte auch dieses Jahr nicht eingehalten werden. Verdammte Gruppendynamik!

Nachdem wir leider erneut nicht gemeinsam ins Ziel gefahren sind, war es doch wieder einmal ein schöner Abschluss mit gleichem Regenguss erst nach dem Rennen.

 

 

 

 

2009

 

Aus Respekt vor der Bewältigung der Nordschleife hatte ich mich dazu entschlossen, "nur" am 24 km-Lauf teilzunehmen, um mir erst einmal die Strecke anzusehen. Ohne weiter viele Worte dazu zu verlieren, bin ich auch heute noch felsenfest davon überzeugt, dass jeder Motorsportler, der - bevor er das erste Mal mit seinem Gefährt die Grüne Hölle bezwingen möchte - diese vorher zunächst abgelaufen sein sollte. Solche Schmerzen habe ich beim Laufen noch nie erfahren! Gut - ohne Training war das auch recht bescheuert und ich kann mir nicht erklären, wie meine Finisherzeit von 2h32min zustande kam. Dafür hatte ich einfach zu viele Krämpfe und bin eigentlich - zumindest hinten raus - den Großteil der Strecke so was ähnliches wie gegangen. Guido war in diesem Jahr als Einzelfahrer bei den 24 Stunden Rennrad am Start und Sascha tat dem gleich, nur auf der Mountainbikestrecke.

Nach meinem Lauf habe ich zusammen mit meiner Schwester Katrin den Support geleistet und konnte mir die Höhen und Tiefen eines 24-Stunden-Rennens mit ansehen. So kam ich nicht umhin, nach den ersten paar Stunden des Rennens Guido Einhalt zu gebieten. Konnte ich doch andere Einzelfahrer beobachten, die deutlich langsamer unterwegs waren.

Ein bis zwei Runden später stellte sich heraus, dass meine Manöverkritik berechtigt war. Auch wenn ich es mir wahrlich nicht so gewünscht hatte und mir das auch nicht mit ansehen wollte, saß dann aber ein salzverkrusteter und von Krämpfen geplagter Guido auf der Parzelle. Auch die anfängliche Euphorie von Sascha sollte bald ein wenig einknicken.

 

Nach einer kurzen Pause rappelten sich die Jungs nochmal für ein paar weitere Runden auf. Der Vorsatz, NICHT zu schlafen, konnte dann auch nicht eingehalten werden. Da es es am Tag 1 brütend heiß war, war die Nacht sehr willkommen, weil angenehmer. Die muskulären Probleme schienen bei beiden behoben und so machten sie sich frisch gestärkt und ausgeruht erneut auf ihre Strecken.

 

 

Gegen Ende des Rennens löste auch ich mein Ticket und begab mich für meine ersten zwei Runden mit dem Rad zusammen mit Guido auf die Nordschleife. Da hatte auch mich dann der Virus gepackt, den auch ich bis heute nicht wieder losgeworden bin. Ein wenig entkräftet zwar noch von meiner Laufkatastrophe vom Vortag lief die erste Runde - wie zu erwarten war - total gut, in der zweiten aber dann zitterte ich mich spätestens die Hohe Acht hoch. Mit ca. 6 km/h und einer gefühlten Pedalumdrehung pro zwei Sekunden war ich dennoch stolz, wenn auch ängstlich, gleich umzukippen, nicht - wie zahlreiche andere, zu schieben.

 

Ein wahrer Radfahrer kennt Schmerz, aber Schieben ... Ne!

 

Gegen Ende des Rennens kamen dann noch Sabine und Jochen vorbei. Leider waren wir nicht in der Lage gemeinsam ins Ziel zu fahren (Sascha war zu früh), doch es wurde noch ein schöner Abschluss. Auch der Regenguss war so nett, erst nach dem Rennen herniederzuschütten.

 

 

 

Fotos und Videos folgen!

 

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