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Tag 1: Göttingen - Erfurt ∗ 
Es war eine lang ersehnte, doch kurz entschlossene Tour - endlich einmal mit dem Rad nach Erfurt. Ein Traum sollte in Erfüllung gehen.
Mit einmal schwerem und einmal leichten Gepäck ging es los bei schönstem Wetter. Die Route an sich entpuppte sich als reizvoll. Doch je näher wir Erfurt kamen, desto anstrengender wurde sie leider; was aber wohl mit dem Hauptstraßenverkehr in Zusammenhang hängen muss.
Charakterisiert durch weites, flaches Land wurden auf den letzten Kilometern auch die vermeintlich kurzen Umwege zu etwas längeren. Zudem saß uns ein Termin bei meinem ehemaligen Arzt im Nacken, der immer näher rückte, wir jedoch Erfurt irgendiwe nicht näher kamen. Mangelnde Flüssigkeitsaufnahme führte zudem bei Guido zu einem völligem K.O., sodass wir vor den letzten 20 km vor Erfurt an der Bundesstraße an einer Eisdiele nothalten mussten. Hier haben wir dann erstmal ein Alkoholfreies getankt und Guido hat sein Eis bekommen. ;-)
Ein klein wenig frisch gestärkt schleppten wir uns dann die letzten, mühsamen Kilometer auf stark befahrener Bundesstraße nach Erfurt hinein.
Das Ortseingangsschild - ich hätte es küssen können. Durch Erfurt schlängelten wir uns gefühlt noch einmal eine weitere Stunde Richtung Helios Klinik. Zu meinem Termin kamen wir gute 3 Stunden zu spät, doch meinem ehemaligen Arzt (selbst dem Radsport nicht abgeneigt) machte dies nichts aus und so wurde es noch ein wunderbares Treffen und ich konnte endlich einmal 'Danke' sagen.
"Danke!"
Die nachfolgende Tour - ursprünglich hatten wir geplant, weiter zu düsen (ha!) - ging dann zwangsweise Richtung Bahnhof, von wo wir dann die nächste Möglichkeit nach Eisleben nahmen, um dann noch einmal 20 km nach Schwittersdorf zu kullern. Nachdem wir aus dem tollen Zug (wo hatten sie den denn ausgekramt) herausgepurzelt sind, sind wir noch schnell Grillfutter kaufen gefahren. Beim Bezahlen dann der große Schock - 'Wo ist mein IPhone?!'
Das IPhone war dann tatsächlich auch weg, der Akku von meinem Handy zudem auch leer und so mussten wir irgendwie in Gedanken versunken, total müde und hungrig zugleich und einfach nur innerlich unfassbar dreinschauend - vielleicht auch ein wenig traurig - einfach nur erst einmal nach Schwittersdorf weiter fahren.
Dort angekommen - Rad fahren lenkt saugut ab - mussten wir uns dann erst einmal um die Wiederbeschaffung des IPhone kümmern. Verlustanzeige bei der DB, diverse Telefonanrufe, um das Handy zu sperren. Und die Moral von der Geschicht: Verliere bloß dein IPhone nicht! Du bekommst es nicht unbedingt wieder. (Es ist immer wieder schön, ehrliche Finder zu haben - nur leider hatten diese an diesem Abend wohl schon was anderes zu tun!)
Fazit:
Das nächste Mal NICHTS vergessen.
Auf einer unbekannten Strecke ist ein Verfahren garantiert, selbst wenn man sich noch die kleinsten Orte notiert. Straßensperren, Radfahrverbot oder sonstiges sorgen schon dafür.
Auf einer unbekannten Strecke vorher für zwei Stunden Zeitpuffer sorgen - insbesondere, wenn man einen Termin hat.
Die vom (wirklich guten) Radroutenplaner erstellte Strecke vorher durchlesen und dafür sorgen, dass die B's und L's weitestgehend reduziert werden.
Hat trotzdem Spaß jemacht, wa!
Tag 2: Schwittersdorf-Wernigerode ∗∗
Nach gestrigem Schock konnten wir die Tour am zweiten Tag recht gut genießen. Nur leider war die Streckenführung nicht sehr famos. Daher bleibt der Bericht auch recht kurz und wir raten, als Rennradfahrer den Harzrand zu meiden und sich tief in ihn hinein zu begeben, denn die Strecke um Blankenburg/Wernigerode ist wahrlich anstrengend.
Wir waren letztlich so verzweifelt und ausgemürbt, dass wir sogar bei McDonalds gehalten haben - mit Rennrädern! Ein wenig Schmach, doch mehr Witz war da schon dabei.
Bevor dann unser Zug nach Hause fuhr, hatten wir noch genug Zeit, irgendwie die, durch den Straßenverkehr erlebten Strapazen wieder gut zu machen und so fuhren wir zum Wernigeröder Schloss hinauf, welches uns einen wahrlich tollen und entspannenden Ausblick brachte.
Fazit:
Wären wir 2 Stunden früher losgefahren (so wie eigentlich auch geplant) und hätten wir den Harzrand vermieden, wär dies eine wahrlich wunderbare Harztour (so wie ursprünglich auch geplant) geworden. Dass die Route ab Blankenburg aber so ätzend würde, konnten wir vorher nicht wissen. Fürs nächste Mal vermeiden wir einfach den Harzrand und begeben uns tief in ihn hinein.
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Tag 1
Tag 2
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∗ Fakten: Datum: 21.4.2011 ¦ Startzeit: 8.00 Uhr ¦ Fahrtzeit: #h#min ¦ Distanz: # km ¦
Ave. Speed: # kmh ¦ Höhenmeter: # hm
∗∗ Fakten: Datum: 22.4.2011 ¦ Startzeit: 12.00 Uhr (viel später als ursprünglich geplant) ¦ Fahrtzeit: #h#min ¦ Distanz: 102 km ¦ Ave. Speed: # kmh ¦ Höhenmeter: # hm
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